Millionen Menschen weltweit sind von einer Schilddrüsenunterfunktion betroffen, einer Erkrankung, die weitreichende Auswirkungen auf Energie, Stoffwechsel und allgemeines Wohlbefinden haben kann. Die gute Nachricht ist, dass die Beschwerden oft effektiv mit Schilddrüsenhormonen behandelt werden können. Doch die bloße Einnahme dieser Hormone reicht nicht aus; die Art und Weise, wie Sie Ihre Medikamente einnehmen, ist entscheidend für den Therapieerfolg.
Dieser umfassende Leitfaden beleuchtet alle wichtigen Aspekte der Schilddrüsenhormone Einnahme. Wir gehen auf den besten Zeitpunkt, häufige Fehler und wichtige Wechselwirkungen ein. Ziel ist es, Ihnen das nötige Wissen zu vermitteln, damit Sie Ihre Medikation optimal nutzen und Ihre Gesundheit nachhaltig verbessern können.
Nehmen Sie Schilddrüsenhormone stets nüchtern, idealerweise 30-60 Minuten vor dem Frühstück und anderen Medikamenten, ein.
Die präzise Einhaltung der Dosierung und des Einnahmezeitpunkts ist entscheidend für die optimale Wirkung.
Achten Sie auf mögliche Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln (Kaffee, Milchprodukte) und anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln.
Bei einer vergessener Einnahme holen Sie die Dosis nach, sofern es nicht zu nah an der nächsten Dosis ist; niemals die Dosis verdoppeln.
Regelmäßige Blutwerte-Kontrollen durch Ihren Arzt sind unerlässlich für die Anpassung Ihrer Therapie.
Die Schilddrüse, ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ im Hals, produziert lebenswichtige Hormone, hauptsächlich Thyroxin (T4) und in geringerem Maße Triiodthyronin (T3). Diese Hormone sind die Dirigenten unseres Körpers, denn sie steuern fast alle Stoffwechselprozesse. Von der Herzfrequenz über die Körpertemperatur bis hin zur Verdauung – eine gesunde Schilddrüsenfunktion ist unerlässlich für unser gesamtes Wohlbefinden.
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) produziert die Schilddrüse nicht genügend dieser Hormone. Dies führt zu Symptomen wie chronischer Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Einnahme von künstlich hergestellten Schilddrüsenhormonen, meist in Form von L-Thyroxin, gleicht diesen Mangel aus und stellt das hormonelle Gleichgewicht wieder her.
Die Schilddrüsenhormon Einnahme ist kein Zufallsprodukt, sondern eine Wissenschaft für sich. Die Dosierung von L-Thyroxin ist hochsensibel und muss exakt auf den individuellen Bedarf abgestimmt sein. Schon geringe Abweichungen können die Wirkung beeinträchtigen und entweder zu einer Unter- oder Überdosierung führen, die unerwünschte Nebenwirkungen wie Herzrasen oder erneute Müdigkeit hervorrufen kann.
Die präzise Einnahme gewährleistet, dass der Wirkstoff optimal vom Körper aufgenommen wird. Dies ist entscheidend für stabile Blutwerte und somit für das langfristige Gelingen der Therapie. Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen genaue Anweisungen zur Einnahme geben, die unbedingt befolgt werden sollten, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und Ihr Wohlbefinden zu stabilisieren.
Um die volle Wirkung Ihrer Schilddrüsentabletten zu entfalten, ist es unerlässlich, bestimmte Regeln zu beachten. Dies betrifft nicht nur den Zeitpunkt der Einnahme, sondern auch die Art und Weise, wie Sie die Tablette einnehmen und welche anderen Substanzen Sie gleichzeitig meiden sollten. Eine optimierte Einnahme sorgt für eine verbesserte Bioverfügbarkeit des Medikaments im Körper.
Der ideale Uhrzeitpunkt für die Schilddrüsenhormone einnehmen ist morgens, etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Frühstück. Nehmen Sie die Tablette unbedingt nüchtern ein. Das bedeutet, Ihr Magen sollte leer sein, damit der Wirkstoff im Darm optimal und ungestört aufgenommen werden kann. Diese Vorgehensweise maximiert die Absorption und gewährleistet eine konstante Wirkung.
Ein leerer Magen ist wichtig, weil Nahrung die Bioverfügbarkeit des Hormons stark reduzieren kann. Wenn Sie beispielsweise direkt nach der Einnahme frühstücken, kann nur ein Bruchteil des Wirkstoffs vom Körper verwertet werden, was zu schwankenden Hormonspiegeln führt. Planen Sie diese Wartezeit daher fest in Ihre Morgenroutine ein.
Nehmen Sie L-Thyroxin Tabletten stets mit ausreichend Leitungswasser ein, idealerweise einem Glas (ca. 200 ml). Andere Flüssigkeiten, insbesondere Kaffee, Tee oder Fruchtsäfte, können die Aufnahme des Hormons beeinträchtigen und sollten während der Einnahmephase gemieden werden. reines Wasser ist hier die beste Wahl.
Besonders wichtig ist auch der Abstand zu anderen Medikamenten und bestimmten Nahrungsmitteln. Eisen- und Kalziumpräparate, Antazida sowie Lebensmittel wie Milchprodukte, Sojaprodukte oder sehr Ballaststoffenreiche Kost können die Aufnahme von L-Thyroxin erheblich stören. Halten Sie hier einen Abstand von mindestens vier Stunden, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
Eine vergessener Einnahme kann passieren, sollte aber nicht zur Panik führen. Wenn Sie die Einnahme am Morgen vergessen haben und es noch nicht zu spät am Tag ist (z.B. vor dem Mittagessen), können Sie die Tablette nachholen, achten Sie aber auf den nötigen Abstand zu Mahlzeiten. Ist es bereits Abend, lassen Sie die Dosis aus und setzen die Einnahme am nächsten Morgen wie gewohnt fort. Wichtig: Verdoppeln Sie niemals die Dosis, um eine vergessener Einnahme auszugleichen, da dies zu einer Überdosierung führen kann.
Bei Anzeichen von Nebenwirkungen, wie Herzrasen, Schlafstörungen, Nervosität (Indikatoren für eine mögliche Überdosierung) oder anhaltender Müdigkeit und Gewichtszunahme (Anzeichen einer möglichen Unterdosierung), sollten Sie umgehend Ihren Arztkontakt suchen. Nur Ihr Arzt kann die Dosierung anpassen und die Ursache der Symptome abklären. Eine offene Kommunikation mit Ihrem Arzt ist entscheidend für eine erfolgreiche Therapie und Ihr Wohlbefinden.
Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen zur Einnahme von Schilddrüsenhormonen, um Ihnen zusätzliche Klarheit zu verschaffen und Ihre Therapie sicherer zu gestalten.
Q: Wie oft sollte meine Schilddrüsenhormon-Dosis kontrolliert und angepasst werden?
A: Nach der Ersteinstellung oder Dosisänderung erfolgt die erste Kontrolle der Blutwerte in der Regel nach 4-6 Wochen. Danach sind regelmäßige Kontrollen, oft jährlich, notwendig, um die optimale Anpassung der Dosierung sicherzustellen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Q: Gibt es spezielle Hinweise zur Einnahme von Schilddrüsenhormonen während der Schwangerschaft oder bei Kinderwunsch?
A: Ja, bei Schwangerschaft oder Kinderwunsch ist der Bedarf an Schilddrüsenhormonen oft erhöht. Eine engmaschige Überwachung der Blutwerte und eine frühzeitige Anpassung der Dosierung sind absolut notwendig, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Konsultieren Sie hierfür umgehend Ihren Arzt.
Q: Kann ich meine Schilddrüsentabletten auf Reisen einfach mitnehmen?
A: Ja, Schilddrüsentabletten können problemlos auf Reisen mitgenommen werden. Achten Sie darauf, genügend Vorrat für die gesamte Dauer mitzuführen und diese im Handgepäck zu transportieren, um Verlust oder extreme Temperaturschwankungen im Frachtraum zu vermeiden.
Q: Welche Symptome deuten auf eine falsche Dosierung von L-Thyroxin hin?
A: Eine zu hohe Dosierung kann zu Symptomen wie Herzrasen, starkem Schwitzen, Gewichtsverlust, Nervosität und Schlafstörungen führen. Eine zu niedrige Dosierung äußert sich hingegen oft in Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Konzentrationsproblemen. Melden Sie solche Veränderungen Ihrem Arzt.
Q: Kann ich L-Thyroxin auch abends einnehmen, wenn ich morgens Schwierigkeiten habe?
A: Obwohl die Morgen-Einnahme die Regel ist, kann in Ausnahmefällen, und nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, auch eine abendliche Einnahme von Schilddrüsenhormonen erfolgen. Wichtig ist auch hier ein ausreichender Abstand zur letzten Mahlzeit von mindestens zwei Stunden, um eine optimale Absorption zu gewährleisten.
Die Einnahme von Schilddrüsenhormonen ist weit mehr als nur das Schlucken einer Tablette. Es ist ein Akt der Compliance und des Selbstmanagements, der entscheidend zu Ihrer Lebensqualität beiträgt. Indem Sie die Empfehlungen zur präzisen Einnahme – den besten Zeitpunkt, den richtigen Abstand zu Nahrungsmitteln und anderen Medikamenten – konsequent befolgen, legen Sie den Grundstein für eine stabile Schilddrüsenfunktion und ein verbessertes Wohlbefinden.
Eine erfolgreiche optimale Schilddrüsenhormon-Therapie basiert auf dem Zusammenspiel von disziplinierter Einnahme und einer vertrauensvollen Arzt-Patient-Beziehung. Regelmäßige Kontrollen der Blutwerte und eine offene Kommunikation mit Ihrem Arzt über jegliche Symptome oder Veränderungen sind unerlässlich, um die Dosierung stets optimal an Ihren individuellen Bedarf anzupassen. Denken Sie daran, dass die Langzeitbehandlung eine kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert, aber die positiven Auswirkungen auf Ihre Gesundheit sind es wert.
Nutzen Sie das hier gewonnene Wissen, um Ihre Schilddrüsenhormone Einnahme zu optimieren und aktiv an Ihrer Gesundheit mitzuwirken. Sollten Sie weiterhin Fragen haben oder Unsicherheiten bezüglich Ihrer Medikation bestehen, zögern Sie nicht, sich an Ihren behandelnden Arzt oder Apotheker zu wenden. Ihre Gesundheit liegt in Ihren Händen – machen Sie das Beste aus Ihrer Therapie!
WeiterlesenIn den letzten Jahren hat die Diskussion über die Moleküle NADH (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) und NMN (Nicotinamid-Mononukleotid) in der Gesundheits- und Wellnessbranche enorm zugenommen. Beide spielen eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel und den Alterungsprozessen des menschlichen Körpers. Während NADH seit langem bekannt ist, hat NMN, insbesondere durch die Arbeiten von prominenten Forschern wie David Sinclair, erheblich an Aufmerksamkeit gewonnen. Doch was macht diese Moleküle so besonders, und warum wird NMN im Vergleich zu NADH so viel Aufmerksamkeit zuteil? Lassen Sie uns die biochemischen Grundlagen und deren mögliche gesundheitliche Auswirkungen detailliert erkunden.
Unser Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle dabei, uns vor Krankheiten und Infektionen zu schützen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf helfen dabei, die Abwehrkräfte zu stärken. Doch auch Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, das Immunsystem zu unterstützen.
WeiterlesenDie Schilddrüse, ein kleines schmetterlingsförmiges Organ, das sich im unteren Bereich des Halses vor der Luftröhre befindet, spielt eine entscheidende Rolle für das reibungslose Funktionieren des menschlichen Körpers. Sie ist verantwortlich für die Produktion und Regulation von Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3), zwei Hormonen, die wesentlich sind für die Regulation des Stoffwechsels, also der Geschwindigkeit, mit der unser Körper Energie aus aufgenommener Nahrung umwandelt.
Die Schilddrüse beeinflusst zahlreiche Körperfunktionen, darunter:
Ein Ungleichgewicht in der Schilddrüsenfunktion kann sich somit weitreichend auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Überfunktion, auch Hyperthyreose genannt, kann zu Gewichtsverlust, Nervosität, Hitzewallungen und Herzklopfen führen. Unterfunktion, bekannt als Hypothyreose, kann Gewichtszunahme, Müdigkeit und Depressionen zur Folge haben.
Über die direkten Effekte auf den Stoffwechsel hinaus, trägt die Schilddrüse auch zur Entwicklung des Gehirns bei und unterstützt das Wachstum bei Kindern. Daher ist eine gut funktionierende Schilddrüse besonders während der Schwangerschaft und in der Kindheit von enormer Bedeutung.
Die frühzeitige Erkennung von Schilddrüsenerkrankungen ist essentiell, da unbehandelte Zustände zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen können. Sowohl einfache Bluttests zur Überprüfung der Hormonspiegel als auch bildgebende Verfahren wie Ultraschall können zur Diagnose herangezogen werden.
Die Hypophyse steuert die Schilddrüsenfunktion durch das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH). Störungen der Schilddrüsenfunktion äußern sich häufig in einer Unter- oder Überfunktion:
Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis (Hypothyreose) und Morbus Basedow (Hyperthyreose) stellen häufige Ursachen für Schilddrüsenfunktionsstörungen dar. Knoten oder Vergrößerungen der Schilddrüse, so genannte Strumen, können ebenfalls Störungen verursachen. Diagnostiziert werden diese Erkrankungen in der Regel über Bluttests, die die Hormonspiegel überprüfen, und bildgebende Verfahren wie Ultraschall.
Die Schilddrüse spielt eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel des Körpers. Hormone, die von dieser Drüse produziert werden, haben Einfluss auf die Geschwindigkeit, mit der der Körper Kalorien verbrennt. Ungeklärte Gewichtsveränderungen können daher ein Anzeichen für eine Schilddrüsenerkrankung sein.
Betroffene Personen bemerken häufig Veränderungen ihres Gewichts, ohne dass sie ihre Ernährungs- oder Sportgewohnheiten geändert haben. Wichtig zu beachten ist, dass nicht jede Gewichtsänderung zwangsläufig mit der Schilddrüse in Verbindung stehen muss. Jedoch sollte jede unerklärliche und anhaltende Gewichtsveränderung medizinisch abgeklärt werden.
Neben den offensichtlichen Gewichtsveränderungen können sich auch weitere Symptome manifestieren:
Um Klarheit zu schaffen, sind Bluttests erforderlich, die die Spiegel der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) sowie das schilddrüsenstimulierende Hormon (TSH) messen. Falls diese Hormonspiegel außerhalb der normalen Bereiche liegen, kann dies auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse hindeuten und erfordert eine tiefergehende ärztliche Untersuchung.
Bei Funktionsstörungen der Schilddrüse kann es zu auffälligen Veränderungen in der Herzfrequenz und im Blutdruck kommen.
Herzfrequenz:
Blutdruck:
Die Veränderungen des kardiovaskulären Systems aufgrund von Schilddrüsenfunktionsstörungen können zu einer Reihe von Beschwerden führen. Patienten berichten oft über Symptome wie Unruhe, Schwitzen, Schlafstörungen oder allgemeine Erschöpfungszustände. In schweren Fällen kann eine deutlich gestörte Herzfrequenz oder ein nicht kontrollierter Blutdruck zu weiteren gesundheitlichen Komplikationen führen, einschließlich Herzinsuffizienz oder Schlaganfall.
Es ist daher von großer Bedeutung, bei Anzeichen solcher Veränderungen ärztlichen Rat einzuholen, damit durch eine adäquate Diagnose und Therapie die Funktion der Schilddrüse reguliert und die kardiovaskulären Risiken minimiert werden können.
Ein weiteres wichtiges Anzeichen für Erkrankungen der Schilddrüse sind Veränderungen im Energielevel und Stimmungsschwankungen. Unregelmäßigkeiten in der Schilddrüsenfunktion können zu auffälligen Schwankungen in der Energieversorgung des Körpers führen.
Stimmungsschwankungen sind ebenfalls ein häufiges Symptom bei Schilddrüsenerkrankungen. Diese können von Depressionen bis zu Angstzuständen reichen und beeinflussen die Lebensqualität erheblich.
Das Erkennen dieser Anzeichen ist wesentlich für eine frühe Diagnose und effektive Behandlung. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung ist es daher wichtig, den Hausarzt, einen Internisten oder einen Endokrinologen zu konsultieren, der durch gezielte Untersuchungen weitere Schritte einleiten kann.
Veränderungen der Haut, Haare und Nägel können auf eine Schilddrüsenerkrankung hindeuten. Die Schilddrüse produziert Hormone, die für den Stoffwechsel und das Wachstum des Körpers essentiell sind und bei Dysfunktion zu sichtbaren Symptomen führen können.
Die Schilddrüsenfunktion kann einen weitreichenden Einfluss auf den Gastrointestinaltrakt ausüben. Eine Hypothyreose, eine Unterfunktion der Schilddrüse, führt oft zu einer Verlangsamung der Verdauungsvorgänge. Das kann sich durch verschiedene Symptome äußern. Hier sind einige der häufigsten Anzeichen für gastrointestinale Probleme, die mit Schilddrüsenerkrankungen in Zusammenhang stehen können:
Im Gegensatz dazu kann eine Hyperthyreose, die Überfunktion der Schilddrüse, eine Beschleunigung der Verdauungsprozesse verursachen, die zu Symptomen wie häufigen Stuhlentleerungen oder sogar Durchfall führen kann.
Es ist wichtig zu betonen, dass nicht alle gastrointestinalen Probleme direkt mit der Schilddrüse in Verbindung stehen müssen. Wenn jedoch solche Symptome in Zusammenhang mit anderen Anzeichen einer Schilddrüsenerkrankung auftreten, sollte man einen Arzt konsultieren. Eine adäquate Behandlung der zugrundeliegenden Schilddrüsenerkrankung kann oft auch die gastrointestinalen Beschwerden verbessern.
Schilddrüsenstörungen können vielfältige Ursachen haben und durch eine Reihe von Risikofaktoren begünstigt werden. Verständnis dieser Faktoren ist entscheidend, um das Risiko für solche Erkrankungen zu minimieren.
Eine familiäre Vorgeschichte von Schilddrüsenstörungen kann das Risiko erhöhen. Genetik spielt eine besondere Rolle bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, wie beispielsweise der Hashimoto-Thyreoiditis.
Autoimmunbedingte Schilddrüsenstörungen, bei denen das Immunsystem die Schilddrüse angreift, sind häufige Ursachen. Beispiele hierfür sind die bereits erwähnte Hashimoto-Thyreoiditis oder der Morbus Basedow.
Jod ist essenziell für die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Ein Mangel kann zu einer verminderten Hormonproduktion und einer Struma (Kropfbildung) führen.
Bestimmte Umwelteinflüsse, wie z.B. die Exposition gegenüber Strahlung oder bestimmten Chemikalien, können das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen erhöhen. Ebenso kann eine unausgewogene Ernährung, die nicht genug von essentiellen Nährstoffen wie Selen und Jod liefert, die Funktion der Schilddrüse beeinträchtigen.
Frauen sind häufiger von Schilddrüsenerkrankungen betroffen als Männer, besonders nach der Schwangerschaft und in der Menopause. Das Risiko steigt generell mit dem Alter an.
Bestimmte Medikamente und Therapien, einschließlich der Behandlung mit Lithium oder einer Strahlentherapie im Halsbereich, können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
Rauchen kann z.B. über die aufgenommenen Giftstoffe ebenfalls Schilddrüsenstörungen verursachen oder vorhandene Probleme verschlimmern.
Um das Risiko für Schilddrüsenstörungen zu minimieren, ist es wichtig, die eigenen Risikofaktoren zu kennen und gegebenenfalls zu adressieren. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Kontrollen und die Vermeidung von Risikoverhalten können präventiv wirken.
Die Diagnose von Schilddrüsenstörungen umfasst eine Vielzahl von Untersuchungen, die auf eine genaue Beurteilung der Schilddrüsenfunktion abzielen.
Die richtige Diagnose ist entscheidend für eine effektive Behandlung. Daher sollte bei ersten Anzeichen auf eine umfassende und sorgfältige Diagnostik Wert gelegt werden.
Bei der Behandlung von Schilddrüsenstörungen ist die zugrundeliegende Ursache entscheidend. Die Therapie sollte immer individuell und nach sorgfältiger Diagnosestellung erfolgen.
Die Therapie benötigt eine regelmäßige Überwachung durch Bluttests, um die Hormonspiegel zu kontrollieren und die Medikation entsprechend anzupassen. Bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ist auch eine interdisziplinäre Betreuung mit Immunologen vorteilhaft. Patienten sollten auf Anzeichen einer Verschlechterung oder Veränderung ihrer Symptome achten und dies ihrem Arzt mitteilen. Die Wahl der Behandlung hängt auch von Alter, Geschlecht, Schweregrad der Erkrankung, möglichen Begleiterkrankungen und individuellen Patientenwünschen ab.
Das Leben mit einer Schilddrüsenstörung kann herausfordernd sein, doch mit den richtigen Anpassungen und Maßnahmen lässt sich der Alltag oft deutlich verbessern. Hier sind einige praktische Tipps, die helfen können:
Individuelle Anpassungen sind wichtig, da jede Schilddrüsenstörung unterschiedlich ist. Eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Endokrinologen oder Hausarzt kann Ihnen helfen, ein balanciertes und gesundes Leben zu führen.
Schilddrüsenprobleme können sowohl auf genetischen Faktoren als auch auf Umwelt- und Lebensstilentscheidungen beruhen. Präventive Maßnahmen können helfen, das Risiko von Schilddrüsenerkrankungen zu verringern und die Funktion dieser wichtigen Drüse zu unterstützen.
Durch die Einhaltung dieser Präventionsstrategien kann das Risiko für Schilddrüsenprobleme reduziert werden, und die Grundlage für eine langfristige Schilddrüsengesundheit wird gestärkt. Eine individuelle Beratung durch einen Endokrinologen oder Ernährungsexperten kann empfehlenswert sein, um persönliche Risikofaktoren und Lebensumstände bei der Prävention zu berücksichtigen, sofern sich eine Ärztin oder Ernährungsberaterin finden, die genügend Zeit finden, auf die komplexen Fragen einzugehen.
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